Nassfutter oder Trockenfutter für Hunde – Vor- und Nachteile im Überblick

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~10–12 Minuten Lesezeit

Gerade für neue Hundebesitzer ist die Wahl des richtigen Futters oft überwältigend. Nassfutter, Trockenfutter, kaltgepresst, getreidefrei – die Begriffe häufen sich, klare Antworten fehlen.

Dieser Artikel richtet sich bewusst an unerfahrene Hundehalter und erklärt Schritt für Schritt, was Nass- und Trockenfutter wirklich unterscheidet, welche Risiken es gibt und wie du eine gute Entscheidung für deinen Hund triffst.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der Aufklärung und ersetzt keine individuelle Beratung durch Tierärzte oder zertifizierte Ernährungsberater.

Grundlagen: Was braucht ein Hund überhaupt im Napf?

Bevor wir Futterformen vergleichen, ist ein Basisverständnis entscheidend.

Ist der Hund ein Fleischfresser?

Hunde gehören biologisch zu den Carnivoren mit omnivorer Anpassung.
Das bedeutet:
Sie benötigen tierisches Protein als Hauptbestandteil, können aber begrenzte Mengen pflanzlicher Nahrung verwerten.

Die wichtigsten Nährstoffe – einfach erklärt

Protein (Eiweiß):
Baut Muskeln, Organe und das Immunsystem auf.
Richtwert: 18–25 % der Trockensubstanz (Erwachsene Hunde).

Fett:
Liefert Energie und unterstützt Haut & Fell, ca. 8–15 %

Kohlenhydrate:
Keine Pflicht, aber als Energiequelle nutzbar.
Nur gut verdauliche Quellen (z. B. Reis)

Wasser:
Oft unterschätzt – lebenswichtig.
Hunde sollten ständig Zugang zu frischem Wasser haben

Was ist Nassfutter? (Einfach erklärt)

Überwiegende Bestandteile von Nassfutter

Fleisch oder tierischen Nebenerzeugnissen

Wasser, Brühe oder Gelee

geringen Anteilen pflanzlicher Zutaten

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Typische Eigenschaften

  • Feuchtigkeitsgehalt: ca. 70–80 %

  • Weiche Konsistenz

  • Starker Geruch → hohe Akzeptanz

Vorteile von Nassfutter – und warum sie relevant sind

1. Unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme

Viele Hunde trinken zu wenig. Nassfutter kann helfen, den täglichen Wasserbedarf zu decken – besonders wichtig für:

  • ältere Hunde

  • Hunde mit Nieren- oder Harnproblemen.

Studien zeigen, dass eine erhöhte Feuchtigkeitsaufnahme das Risiko von Harnsteinen senken kann (Quelle: Markwell et al., Journal of Nutrition, 1999)

2. Hohe Akzeptanz bei mäkeligen Hunden

  • intensiver Geruch

  • weiche Textur

  • leichter zu fressen

Darum auch ideal bei Krankheit oder nach Operationen.

Risiken & Nachteile von Nassfutter (oft verschwiegen)

1. Keine Zahnreinigung

Ein weit verbreiteter Mythos:
 „Nassfutter schädigt die Zähne mehr als Trockenfutter.“

Aber Fakt ist:
Beide reinigen die Zähne nicht ausreichend. Zahnpflege muss immer aktiv erfolgen.

2. Minderwertige Zusatzstoffe

Problematisch bei Billig-Nassfutter:

  • Zucker oder Karamell (Geschmacksverstärker)

  • undefinierte „tierische Nebenerzeugnisse“

  • künstliche Aromastoffe

Laut Studien können Zusatzstoffe langfristig das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselprobleme erhöhen.
(Quelle: European Pet Food Industry Federation – FEDIAF)

Was ist Trockenfutter?

Trockenfutter wird erhitzt und gepresst (Extrusion) oder kaltgepresst.

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Eigenschaften

  • Feuchtigkeit: nur 8–10 %

  • Hohe Energiedichte

  • Lange Haltbarkeit

Vorteile von Trockenfutter

1. Praktisch & kontrollierbar

  • leicht zu lagern

  • einfach zu portionieren

  • gut für strukturierte Fütterungspläne

2. Kosteneffizient

  • günstiger pro Kalorie

  • weniger Futtermenge nötig

Risiken & Nachteile von Trockenfutter

1. Zu geringe Wasseraufnahme

Hunde mit Trockenfutter müssen aktiv trinken.
Viele tun das nicht ausreichend → Risiko für:

  • Nierenbelastung

  • Harnsteine

2. Qualität stark schwankend

Häufige Probleme:

  • hoher Getreideanteil

  • minderwertige Proteine

  • Zuckerzusätze

Studien zeigen eine Korrelation zwischen trockener Ernährung und reduzierter Urinmenge
(Quelle: Buckley et al., Veterinary Clinics, 2011)

Entscheidungshilfe: Nassfutter oder Trockenfutter?

Nassfutter ist oft besser, wenn dein Hund:

  • wenig trinkt

  • Zahnprobleme hat

  • sehr wählerisch ist

Trockenfutter kann sinnvoll sein, wenn dein Hund:

  • gesund & aktiv ist

  • gut trinkt

  • ein stabiles Gewicht hat

Vergleichstabelle: Welches Futter passt zu welchem Hund?

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Fazit: Es gibt keine perfekte Lösung – nur eine passende

Nass- und Trockenfutter können beide Teil einer gesunden Ernährung sein.
Entscheidend sind:

  • Qualität

  • richtige Menge

  • Anpassung an deinen Hund

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